Pistenrekorde, Schneespaß und Höhenflüge bei der Oberstufenskifahrt

Auch in diesem Jahr ging es für die Oberstufe wieder auf die Skipiste. Unser traditionelles Skigebiet in Kals am Großglockner konnten wir dieses Jahr leider nicht ansteuern und sind daher auf den schönen Ort Sillian im Hochpustertal – Österreich ausgewichen. Mit 24 Schülerinnen und Schülern sowie 3 Begleitern ging es für insgesamt 6 Skitage auf die Piste. Die nachfolgenden Tagesberichte stammen aus der Hand der Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Anreise – Fr/Sa 30./31.01.2026

Die CKS-Abenteurer sind pünktlich um 15 Uhr aus Ratekau mit dem topmodernen Doppeldecker-Reisebus aufgebrochen. In Lüneburg haben wir die Schülergruppe vom Johanneum Gymnasium an Bord geholt – so wurde es richtig kuschelig im Bus, denn kein einziger Platz blieb frei. Obwohl wir mit einem riesigen Skianhänger unterwegs waren flitzen die beiden Busfahrer nur so über die Autobahn. Selbst um eine kurze Pinkelpause mussten wir betteln, denn die Toiletten waren wie so oft nicht freigegeben.

Unterwegs fieberten wir live im Stream dem Handball-Halbfinale (D-Hr) mit und haben die deutsche Mannschaft lautstark angefeuert. Erste Kontakte wurden geknüpft, Filme geschaut, Hörspiele und Podcasts genossen – die Stimmung war top!  

Am nächsten Morgen um 7 Uhr erreichten wir Sillian im Hochpustertal, das Ziel unserer Reise. In unserer Unterkunft wurden wir mit einem üppigen Frühstück begrüßt, konnten aber erst einmal nicht auf die Zimmer, da diese noch gereinigt wurden. So gingen wir dann bald zum Skiverleih, der etwa 1km zu Fuß entfernt war. Den Tipp am Bach entlang zu gehen, konnten wir nicht ganz umsetzen, da wir plötzlich auf einer Langlaufloipe standen, die wir ja nicht zerstören wollten. Also mussten wir wieder ein Stück zurück, um dann doch an der Hauptstraße entlang zu gehen.
Der Skiverleih war sehr professionell und so hatten wir nach kurzer Zeit alle unsere Skier, Skischuhe, Stöcke und Helme.
Zum Nachmittag bezogen wir unsere Zimmer. Die Mädels hatten Glück und bekamen ein 6er-Zimmer, während sich die Jungs auf ein 8er- und ein 10er-Zimmer aufteilten.
Nach dem Abendessen machte sich Herr Maaßen mit einigen Schülerinnen und Schülern auf den Weg den Berg hinauf. Schneeballschlachten und Rutschpartien begleiteten den abendlichen Ausflug. Die Zurückgebliebenen spielten diverse Gesellschaftsspiele, bis sich alle ins Bett trollten um am nächsten Morgen fit für den ersten Skitag zu sein.

Skitag 1 – Sonntag 01.02.2026

Sonntag, 01.02.2026 war einfach ein richtig guter Start in die Woche und dem
ersten Skitag. Das Wetter war traumhaft, strahlender Sonnenschein und perfekte
Bedingungen auf der Piste. Besser hätte unser erster Skitag kaum laufen können.
Für die Anfänger ging es an diesem Tag richtig voran. Vom ersten sicheren Stehen
bis zu den ersten Kurven wurde super viel gelernt und man konnte echt Fortschritte
sehen. Bei den Fortgeschrittenen und Profis war das Motto eher erstmal wieder
reinkommen. Das hat man auch gemerkt, denn der Schnee wurde öfter mal von
Nahem begutachtet.
Mittags haben wir auf einer Skihütte gegessen und die Pause richtig genossen.
Leckeres Essen, gute Stimmung und ein mega Ausblick haben das Ganze perfekt
gemacht. Am Nachmittag ging es dann zurück ins Hotel, kurz ausruhen und später
Abendessen.
Während wir gegessen haben, lief das Handballfinale Deutschland gegen
Dänemark. Leider hat Deutschland verloren und die Laune war erstmal eher so na
ja. Schlechte Stimmung, enttäuschte Gesichter und ein bisschen Frust gehörten
dazu. Deshalb wurde sich danach erstmal ein leckeres Getränk gegönnt, um wieder
runterzukommen und zu entspannen.
Gegen 20 Uhr haben wir dann alle zusammen einen richtig lustigen Spieleabend
gemacht. Viel Gelächter, gute Gespräche und einfach eine entspannte Atmosphäre.
So haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen und sind zufrieden ins Bett
gegangen, bereit für alles, was die nächsten Tage noch bringen.

Skitag 2 – Montag 02.02.2026

Der zweite Tag auf der Piste unserer Skifahrt begann wie am vorherigen Tag um 7 Uhr unten im Frühstücksraum. Nach dem Frühstück haben wir uns alle unsere Skisachen angezogen und sind Richtung Talstation des Liftes gelaufen, wo wir unsere Skiausrüstung abgeholt haben. Ziel des Tages war es, unsere am vergangenen Tag erhaltenen Erfahrungen zu stärken und natürlich auch neue zu sammeln.
An der Bergstation angekommen haben wir uns wie gewohnt aufgewärmt und in drei Gruppen aufgeteilt – Die Anfänger, die etwas besseren und schnell lernenden Anfänger, und die Profis. Wir als mittlere Gruppe, die aus vier Leuten bestand sind Heute mit Ben als Aufsichtsperson gefahren.
Um 11:30 Uhr gab es wie am vorherigen Tag mit den Gutscheinen aus dem Hotel ein
Mittagessen auf der Hütte, mit einem vieel zu teurem Getränk dazu (4 Euro), weil wir uns natürlich nichts zu trinken eingepackt haben. Nach dem leckeren Essen ging es dann wieder ab auf die Piste, schleppend, aber dennoch laufend. Ben hat uns so bis 16 Uhr weiterhin begleitet und angefangen, uns das Parallelfahren beizubringen. Da ging es auch schon wieder mit der Gondel ins Tal und aufs Hotel, da die Talabfahrt echt verdammt steil ist und wir mindestens genau so müde.
Als es dunkel war sind wir in die Eisarena am Rande des Dorfes gewandert, um dort eine Runde Eisstock- schießen zu gehen. Wir haben uns nach einer Runde als echt nicht begabt herausgestellt.
Anschließend hat uns der Eissportverein Sillian aber noch einen Drink angeboten, und so haben wir den Abend ausklingen lassen. Zurück im Hotel hieß es ab in die Koje, morgen geht es genau so früh weiter wie an diesem Morgen

Skitag 3 – Dienstag 03.02.2026

Der Dienstag begann pünktlich um 7:00 Uhr mit dem Frühstück, bei dem alle mehr oder weniger fit auftauchten. Halb verschlafen wurden schon die ersten Pläne für den Tag geschmiedet und sich lautstark über den Muskelkater von gestern beschwert. Kurz darauf hieß es: ab in die Skisachen und auf zum Lift!
Oben auf dem Berg stand erstmal Aufwärmen an in Form einer „Dschungel-Safari“. Spätestens da wurde uns wieder schmerzhaft bewusst, wie unsportlich wir eigentlich sind. Nach dem Aufwärmen ging es endlich auf die Skier.
Während unsere Anfänger sich mit dem Skilehrern Laures und Ben in Richtung der ersten roten Pisten aufmachten (einige waren sich nicht ganz sicher, ob sie das überleben würden), zogen die „Profis“ mit Herrn Schroedter los zur Aufwärmpiste. Wirklich ruhmreich war das Ganze allerdings nicht: Keine zwei Minuten später lagen Levi und Ben schon im tiefen Schnee. Aber hey gehört ja dazu.
Die Wetterbedingungen waren perfekt: blauer Himmel, strahlender Sonnenschein. Durchgefroren, aber glücklich ging es um 11:15 Uhr zum Mittagessen. Die Stimmung war super und das Essen hat auch richtig gut geschmeckt. In der Sonne sitzend kam man fast auf die Idee, einfach dort zu bleiben. Aber natürlich ging es weiter vollgefuttert und mit der berechtigten Frage im Kopf, ob man sich nicht einfach
den Berg runterkugeln könnte, ging es zurück auf die Pisten. Nach einigen richtig schönen Abfahrten machten sich jedoch die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Für die Ersten ging es um 15 Uhr zurück ins Hotel, während sich die „Profis“ noch an die Talabfahrt wagten. Was am Mittag noch traumhaft aussah, entpuppte sich schnell als ziemlich eisige Angelegenheit. Jeder war heilfroh, als er unten ankam. Danach hieß es für alle: ab ins Hotel und unter die Dusche. Diese hätte definitiv eine Einführung gebraucht.
Nach dem Abendessen begann der Spieleabend, der fast daran gescheitert wäre, dass kein Raum frei war. Aber Improvisation ist alles: Aus sämtlichen Zimmern wurden
Stühle, Hocker und alles, worauf man sitzen konnte, in den Flur geschleppt. Nach drei hitzigen Diskussionen, völlig unnötigen und sinnlosen Anschuldigungen (wir wissen alle,
wer schuld war …), war auch das überstanden.
Danach klang der Abend entspannt mit weiteren Spielen aus.

Skitag 4 – Mittwoch 04.02.2026

Am Mittwoch startete unsere Skifahrt sehr früh am Morgen. Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und wir standen sehr müde auf. Danach gingen wir gemeinsam frühstücken. Das Frühstück war wichtig, damit wir genug Kraft für den langen Tag auf der Piste hatten. Nach dem Essen zogen wir unsere Skisachen an und machten uns auf den Weg zur Piste. An der Piste angekommen, wärmten wir uns erst einmal in Ruhe auf. Wir haben ein WarmUp gemacht bei dem es Aufgaben gab, die an den Aprés Ski und den morgen danach erinnerten. Gegen 9:00 Uhr begann dann das richtige Skifahren. Es lag Schnee, aber es gab starken Nebel, wodurch die Sicht teilweise sehr schlecht war. Trotzdem fuhren wir weiter und meisterten die Abfahrten. Um 11:15 Uhr hatten wir uns eine Pause verdient und gingen auf die Hütte zum Mittagessen. Dort gab es Nudeln mit Soße. Das warme Essen tat gut und wir konnten uns ein wenig ausruhen und aufwärmen. Nach der Pause fühlten wir uns wieder fit und gingen erneut auf die Piste. Am Nachmittag fuhren wir weiter Ski und nutzten die Zeit bis 15:30 Uhr aus. Auch wenn der Nebel blieb, hatten wir viel Spaß und sammelten viele neue Eindrücke und Skierfahrungen. Danach gingen wir zurück ins Zimmer, zogen uns um und entspannten uns etwas. Um 18:00 Uhr trafen wir uns zum Abendessen. Wir saßen zusammen, erzählten vom Tag und lachten viel. Später, um 20:00 Uhr, fand ein Spieleabend statt. Dabei spielten wir verschiedene Spiele, hatten viel Spaß und ließen den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen.

Skitag 5 – Donnerstag 05.02.2026

Aufgrund des über die Nacht gefallenen Neuschnees von Teilweise mehr als 20 cm,
mussten die mitfahrenden Skilehrer verfrüht zum Skigebiet aufbrechen, um über die
Fahrtauglichkeit der Pisten zu evaluieren.
Die SuS brachen nach den Lehrkräften in Gruppen von mindestens drei Personen zur
Gondel auf. Der Skitag begann wie immer mit einer kurzen Erwärmung, die Fortgeschrittenen fuhren aufgrund diverser Verspätungen im Voraus zusammen mit Herrn Schroedter bereits eine Piste hinab.
Die Anfängergruppe – heute unter der Aufsicht von Herrn Maaßen, welcher dieses Mal anstelle von Skiern ein Snowboard bei sich trug, genau wie eine Schülerin – fuhr direkt mit dem kleinen Sessellift nach oben und stimmte sich auf die Witterungsverhältnisse ein. Obwohl inzwischen schon viel mehr Sicherheit mit der Technik und der Geschwindigkeit bestand, gestaltete sich die Abfahrt hier und fortfolgend teilweise als herausfordernd, da Piste, Tiefschnee und Himmel optisch kaum voneinander zu unterscheiden waren und der besonders üppig gefallene Schnee eine angepasste Fahrweise erforderte. Das führte u. a. zu einigen Unfällen, bei denen die Verunfallten unabsichtlich die Piste verließen und/oder ihre Skier unter dem Schnee verloren. Nach mehreren Abfahrten – auch von der Spitze des Thurntalers, mit einer Höhe von ~2400 m – wurde wieder auf der Hütte gespeist, heute Currywurst mit Pommes.
Am Ende des fünften Skitages konnten die Anfänger alle geöffneten Pisten – bis auf die herausfordernden Talfahrten – ohne große Probleme befahren, trotz des Wetters.

Skitag 6 – Freitag 06.02.2026

Der Start in den Tag fühlte sich an jenem Morgen an wie der damalige Schulweg unserer Väter: rau, früh und irgendwie heldenhaft. Bevor es jedoch richtig losging, stand erst einmal ein ordentliches Männerfrühstück auf dem Plan, um die Kraftspeicher für den langen Tag zu füllen. Gut gestärkt wurde anschließend saftig und kräftig Mucke gepumpt, damit auch der letzte Funke Motivation geweckt war.
Danach machte sich die gesamte Mannschaft in Richtung Piste auf, wo eine besondere Aufwärm-Thematik wartete – der legendäre, verlorene Skipass sorgte bereits zu Beginn für Gesprächsstoff. Im Anschluss daran zogen alle tapferen Skifahrer ihre jeweils eigenen Bahnen, bis schließlich das wohlverdiente Mittagessen rief. Dort gab es wahlweise eine Nudelpfanne Toskana oder für einzelne Genießer einen
Kaiserschmarrn.
Nach der Stärkung hieß es erneut: ab auf die Piste. Die letzten Abfahrten der Reise wurden in vollen Zügen genossen, bevor sich nach und nach fast alle auf den Weg zurück zur Unterkunft machten, um sich langsam, aber sicher auf das Abendessen vorzubereiten. Einzelne Akteure ließen es sich währenddessen nicht nehmen, sich beim Après Ski auszutoben.
Zum Abendessen wurden Rindergulasch mit Knödeln serviert, abgerundet durch eine feierliche Schokopudding-Vernichtung. Um dem herzhaften Geschmack des Gulaschs entgegenzuwirken, reichten die ausgebildeten Fachkräfte des Schwarzen Adlers zudem das berühmt berüchtigte Skiwasser.
Im Anschluss machten sich neun mutige Schüler gemeinsam mit dem Informatik-Experten der César-Klein-Schule auf den Weg in Richtung Italien, wobei die Truppe einen waghalsigen Fußmarsch zu bewältigen hatte. Sicher angekommen und kurz vor der Rückreise schnabulierten die Reisenden italienische Küche in Form einer Pizza, während sich die restlichen Kandidaten im Schwarzen Adler bei Karten- und
Gesellschaftsspielen vergnügten.
Nachdem auch die Reisetruppe den Rückweg erfolgreich gemeistert hatte, verbrachten schließlich alle zusammen einen schönen und feierlichen Abend, um die großartige Skifahrt gebührend abzuschließen.

Abreise/Rückfahrt – Sa/So 07./08.02.2026

Wir hatten ein lange Rückreise. Details folgen.

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