Gerade waren die Weihnachtsferien vorbei und schon ging es am ersten Schultag für das Biologieprofil des 12. Jahrgangs direkt in die Vollen. Es stand ein Besuch im Lübecker offenes Labor an. Nach 2 ½ Wochen gemütlichem Alltag, feistem Festtagsschmaus und zahlreichen Geschenken stand nun ein ganzer Tag im Labor an. Das Kursthema „Polymerasekettenreaktion (PCR) zur genetischen Diagnostik“ war im Unterricht intensiv vorbereitet worden und die Vorfreude bei den Schülerinnen und Schülern auf die praktische Anwendung des erworbenen Wissens war groß. Um 9.30 Uhr traf sich die kleine Gruppe von 6 Schülerinnen und Schülern bei tiefwinterlichem Wetter vor dem pittoresken Turm auf den Campus des Universitätsklinikums. Das Labor im Inneren wirkte hochmodern und für die Gruppe etwas überdimensioniert. Hier passen auch locker über 20 Personen hinein. Frau Klein, die leitende Diplombiologin für den Tag, empfing uns herzlich und wir wurden schnell mit Laborkitteln und Schutzbrillen ausgestattet und erhielten die obligatorische Sicherheitsbelehrung. In den folgenden Stunden wurde viel pipettiert, so dass zahlreiche unterschiedliche Flüssigkeiten in kaum sichtbaren Mengen auf dem Mikroliter genau miteinander gemischt wurden. Nicht nur äußerst konzentriert und genau musste gearbeitet werden, auch auf die Hygiene war strengstens zu achten, damit die DNA-Proben nicht mit fremder DNA kontaminiert wurden. Am Ende ging der hergestellte Zaubertrank in einen sogenannten Thermocycler, der die DNA tausendfach vervielfältigte um genügend Material für die später durchzuführende Gelelektrophorese zu haben. So konnten wir feststellen, welche der beiden „Versuchspersonen“ wohl mit der ominösen Huntington-Krankheit lebte. Immerhin 3 von 4 durchgeführten Versuchsansätzen zeigten ein eindeutiges Ergebnis. Der eine Fehlansatz führte aber auch zu wichtigen Erkenntnissen, konnten die Schülerinnen und Schüler an diesem Beispiel doch intensiv überlegen, wo mögliche Fehlerquellen lagen. Nach bald 8h, die neben der praktischen Arbeit immer wieder auch durch Theorieeinheiten unterbrochen wurden, war die Gruppe gut erschöpft, aber auch sehr zufrieden mit dem Geleisteten. Das durchweg positive Resümee der Gruppe war insbesondere der professionellen und freundlichen Durchführung des Kurses, wie auch dem hohen praktischen Anteil geschuldet. Die Cesar-Klein-Schule freut sich schon auf ihren nächsten Besuch im Lola, denn hier sind wir zumindest mit unserem Biologieprofil ein regelmäßiger Gast.



